In Heimweiler soll ein neues Angebot entstehen, das Bewegung und Natur mit dem Thema mentale Gesundheit verbindet. Die Idee dazu stammt vom Sportbund Rheinhessen. In Heimweiler wurde sie von einer eigenen Projektgruppe aufgegriffen und zu einem Konzept für den Ort weiterentwickelt.
Noch ist nicht entschieden, ob der Gesundheitspfad tatsächlich umgesetzt werden kann. Die bisherigen Planungen zeigen jedoch, wie ein solches Angebot in Heimweiler aussehen könnte.
Der Sportbund Rheinhessen möchte Gesundheitspfade als niedrigschwellige Bewegungs- und Gesundheitsangebote in verschiedenen Kommunen entwickeln. Ein Gesundheitsthema steht dabei jeweils im Mittelpunkt und wird mit Bewegung, Wissensvermittlung und möglichen digitalen Angeboten verbunden. Das Konzept soll später auch als Grundlage für weitere Standorte dienen.
Für Heimweiler wurde der Schwerpunkt mentale Gesundheit und mentale Stärke gewählt. Bewegung, Achtsamkeit, Entspannung und Wissensvermittlung sollen dabei miteinander verbunden werden.
Um die Idee auf die örtlichen Gegebenheiten zu übertragen, hat die Ortsgemeinde eine Projektgruppe gebildet. Sie hat das Konzept für Heimweiler gemeinsam ausgearbeitet. Unterstützt wurde die Gruppe von Jonas Klipsch, Gesundheitsmanager des Landkreises Bad Kreuznach. Auch die Einbindung örtlicher Vereine und weiterer Partner ist vorgesehen.
Die Projektgruppe hat dabei nicht einfach einen neuen Weg geplant. Vielmehr soll ein vorhandener Abschnitt der Vitaltour „Mit Krebs un Karer unerwäschs“ genutzt und um neue Angebote ergänzt werden.
Die Vitaltour ist rund 14 Kilometer lang. Für den Gesundheitspfad ist daraus eine kürzere Runde von etwa 3 bis 5 Kilometern vorgesehen. Start und Ziel sollen am Mehrgenerationenplatz in der Dorfmitte liegen. Der Weg führt anschließend über vorhandene Abschnitte der Vitaltour durch Wiesen und Wald, vorbei an Aussichtspunkten und der Panoramaschaukel und zurück zum Ausgangspunkt.
Damit könnte ein Angebot entstehen, das sich an Einheimische und Gäste verschiedener Altersgruppen richtet und ohne besondere Zugangshürden individuell genutzt werden kann.
Das bisherige Konzept sieht mehrere Stationen vor. Jede soll drei Bereiche miteinander verbinden:
Geplant sind unter anderem:
Atemübungen werden mit einfachen Gleichgewichts- und Bewegungsübungen verbunden. Dabei geht es auch um den Zusammenhang zwischen Atmung, Stress und körperlichem Wohlbefinden.
An einem Aussichtspunkt soll bewusstes Innehalten möglich werden. Übungen lenken den Blick auf den Horizont, Farben und Formen der Landschaft.
An der Panoramaschaukel sind Lockerungsübungen und Elemente der progressiven Muskelentspannung vorgesehen.
Im Wald sollen Gleichgewicht und die bewusste Wahrnehmung von Natur miteinander verbunden werden – etwa durch das Spüren von Boden, Rinde, Moos und Waldluft.
Auch ein Anstieg wird Teil des Konzepts. Die eigene Atmung, Muskelarbeit und körperliche Belastung sollen bewusst wahrgenommen werden. Dazu kommen Impulse zu mentaler Stärke, Selbstwirksamkeit und Resilienz.
Zwischen den Stationen sind zusätzliche kleine Achtsamkeits- und Bewegungsimpulse vorgesehen – beispielsweise Fragen zu Geräuschen, Farben und Gerüchen oder einfache Bewegungsaufgaben.
Der Gesundheitspfad ist als Teil des Heimweiler Gesamtkonzepts „Mehr als Wandern“ gedacht. Dabei sollen bestehende Angebote rund um die Vitaltour miteinander verbunden und um neue thematische Bausteine ergänzt werden.
Der Mehrgenerationenplatz mit seinen bereits vorhandenen Bewegungsangeboten bildet den Ausgangspunkt. Auf dem Weg in die Natur kommen weitere Impulse für Bewegung, Wahrnehmung und mentale Gesundheit hinzu.
Hinter der Projektidee stehen mehrere Beteiligte mit unterschiedlichen Aufgaben:
Der Sportbund Rheinhessen hat die Idee der Gesundheitspfade entwickelt und möchte das Konzept gemeinsam mit Kommunen umsetzen.
Die Projektgruppe in Heimweiler hat daraus das konkrete Konzept für den Ort entwickelt und dabei die örtlichen Wege, Angebote und Besonderheiten einbezogen.
Jonas Klipsch, Gesundheitsmanager des Landkreises Bad Kreuznach, hat die Projektgruppe fachlich unterstützt. Weitere Kooperationen, unter anderem mit Vereinen und der Naheland-Touristik, sind vorgesehen.
Der Gesundheitspfad Heimweiler ist noch keine beschlossene oder umgesetzte Einrichtung, sondern befindet sich in der Entwicklung.
Das ausgearbeitete Konzept bildet die Grundlage für die weiteren Abstimmungen und die Prüfung der finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen. Für das Gesamtvorhaben sind Fördermöglichkeiten über die LAG Soonwald-Nahe im Rahmen von LEADER vorgesehen.
Auch die beschriebenen Stationen und Ausstattungen sind deshalb als Planungen zu verstehen. Welche Elemente tatsächlich umgesetzt werden können und ob der Gesundheitspfad insgesamt realisiert wird, steht noch nicht fest.
Für Heimweiler ist der Gesundheitspfad vor allem ein Beispiel dafür, wie aus einer übergeordneten Idee durch das Engagement vor Ort ein eigenes Konzept entstehen kann. Die Projektgruppe hat die Idee des Sportbundes aufgegriffen und gemeinsam mit fachlicher Unterstützung überlegt, was zu Heimweiler und seinen vorhandenen Wegen und Angeboten passen könnte.
Vielleicht wird daraus ja schon bald ein neuer Weg, auf dem Bewegung, Natur und mentale Gesundheit in Heimweiler zusammenkommen. Eure Jana
Jana Neumann ist die Reporterin der KI-Redaktion der Ortsgemeinde Heimweiler. Sie begleitet Projekte, Veranstaltungen und Geschichten aus unserem Dorf und macht sichtbar, was Heimweiler bewegt.
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